Die Bibel. Verstehen - übersetzen – Menschen willkommen heißen | Eine dreiteilige Seminarreihe für ehrenamtlich Engagierte
Bibel entdecken – Glauben verstehen – Menschen willkommen heißen
Drei Seminarabende für ehrenamtlich Engagierte in Kirchengemeinden
MO 07.09. / MO 05.10. / MO 09.11. | jeweils von 18-21 Uhr
Die Bibel gehört zum Herzstück des christlichen Glaubens. Ihre Texte werden im Gottesdienst oder einer Andacht gelesen und gehört. Menschen suchen in den Worten der Bibel nach Orientierung für das eigene Leben. Zugleich erleben viele Menschen die Bibel als fremd, schwer verständlich oder weit entfernt von ihrem Alltag.
Die drei miteinander verbundenen Seminarabende eröffnen einen weiten Raum für Fragen und Gedanken. Dabei verbinden sich theologische Impulse mit persönlichen Sichtweisen, gemeinsamen Entdeckungen und konkreten Anregungen für die Praxis. Die Erfahrungen der Teilnehmenden bilden dabei einen wichtigen Ausgangspunkt. Theologisches Vorwissen ist nicht erforderlich.
Die Seminarreihe richtet sich an Menschen, die sich ehrenamtlich in ihrer Kirchengemeinde engagieren – beispielsweise in Gottesdienstteams, als Lektorinnen oder Küsterinnen, in Besuchsdiensten, Gemeindegremien oder anderen Arbeitsbereichen. Sie möchte dazu ermutigen, das eigene Engagement theologisch zu verstehen und praktisch weiterzuentwickeln.
Erster Abend: Die Bibel – Quelle und Resonanzraum
Die Bibel ist kein einheitliches Lehrbuch. In ihr begegnen uns Geschichten, Gebete, Hoffnungen, Zweifel, Erfahrungen des Scheiterns und des Neubeginns. Menschen erzählen davon, wie sie Gott gesucht, gefunden, verloren und neu entdeckt haben.
An diesem Abend fragen wir: Wie ist die Bibel entstanden? Wie können wir uns ihren unterschiedlichen Texten nähern? Und wie kann ein biblisches Wort mit der eigenen Lebensgeschichte in Berührung kommen?
Zweiter Abend: Bibelübersetzungen – Gottes Wort in menschlicher Sprache
Wer die Bibel in deutscher Sprache liest, liest immer eine Übersetzung. Jede Übersetzung muss Entscheidungen treffen: Soll sie möglichst nah am ursprünglichen Wortlaut bleiben oder vor allem gut verständlich sein? Soll sie vertraut klingen oder eine heutige Sprache sprechen?
Wir vergleichen unterschiedliche Bibelübersetzungen und entdecken, wie sich Klang, Bedeutung und Wirkung eines Textes verändern können.
Dabei begegnen wir auch Martin Luthers Anliegen, den Menschen „aufs Maul zu schauen“, damit die biblische Botschaft sie wirklich erreicht. Der Abend vermittelt Orientierung und hilft dabei, für Lesungen, Andachten, Gruppen oder persönliche Zugänge eine geeignete Übersetzung auszuwählen.
Dritter Abend: Vom gehörten Wort zur gelebten Willkommenskultur
„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.“ Dieser Satz aus dem Römerbrief lässt uns kritisch auf die Praxis von Kirchengemeinden schauen. Willkommenskultur beginnt nicht nur mit einer freundlichen Begrüßung. Sie zeigt sich auch in der Sprache, in den Abläufen des Gottesdienstes, in der Gestaltung des Raumes und in der Aufmerksamkeit für Menschen, die zum ersten Mal eine Kirche betreten. Wir wechseln bewusst die Perspektive: Wie erlebt ein Gast unsere Gemeinde? Was ist selbstverständlich für diejenigen, die schon lange dazugehören – aber möglicherweise unverständlich für andere? Gemeinsam entwickeln wir konkrete Ideen, wie Offenheit und Gastfreundschaft von der Kirchentür bis zum Segen spürbar werden können.
Leitung: Christiane Beetz, Religionswissenschaftlerin, Johannes Lehnert
Ort: Rockenhof 1, 22359 Hamburg-Volksdorf
Teilnahmebeitrag: entfällt
Anmeldung: bis jeweils eine Woche vor dem Seminarabend: 31.08. / 28.09. / 02.11. an
Informationen zur Veranstaltung
Bei Bedarf ist es möglich, einen reduzierten Teilnahmebeitrag abzusprechen.| Beginn der Veranstaltung | 07.09.2026, 18:00 Uhr |
| Ende der Veranstaltung | 07.09.2026, 21:00 Uhr |
| Anmeldeschluss | 31.08.2026 |
| Einzelpreis | Frei |
